Radio von A-Z

Ballempfang:
 
Programmzuführung zum Sender via Empfang von einem anderem Sender (Relais, Umsetzer) (Vorteile: verursacht im Gegensatz zu Mietleitungen praktisch keine Kosten für die Anspeisung des Senders. Nachteile: Möglichkeit wegen Störsituation nicht immer vorhanden. Wird von der Frequenzplanung nicht umfassend berücksichtigt, resp. garantiert)
 
Bandbreite: Die Bandbreite beträgt üblicherweise ± 75 kHz. Das heisst ein UKW-Sender der auf 100 MHz sendet, belegt eine Bandbreite von 99.925 bis 100.075 MHz.
Wichtig: Die Bandbreiten der um 0.1 MHz benachbarten Sender überlappen sich und führen somit bei relevanten Empfangspegeln zu Störungen.
 
DAB: Digital Audio Broadcast, digitale Radionorm für Europa, Afrika, Asien, Kanada
DAB-Referat vom 13, Mai 1998 in Zug
 
DAB+: Auch DAB+ oder DABplus genannt: DAB System, jedoch mit der Ergänzung, dass das Audio auch mit MP4 (aacPlus) codiert sein kann. Es ist ein gemischter MP2/MP4 Betrieb oder ein reiner MP4 Betrieb möglich. Im DAB+ ist zudem MPEG Surround (5.1) ebenfalls vorbereitet.
 
DMB Digital Multimedia Broadcasting. Ein auf dem DAB-System basierendes Mutlimediasystem für Radio, TV und Video. Regelbetrieb u.a. in Südkorea
DRM: Digital Radio Mondiale (digitalisierte Mittel-, Kurz- und Langwelle). Die bestehenden Sender können ergänzt und weiterverwendet werden. Für den Empfang von DRM werden Empänger mit DRM-Chip benötigt.
 
DVB: Digital Video Broadcast in den Versionen DVB-T (terrestrisch), DVB-S, (satellite), DVB-C (cable) und DVB-H (handheld). DVB-H eignet sich auch als digitale Radio Übertragungs-Plattform
 
Frequenzabstand: Differenz der Frequenz des eigenen zum störenden Sender. (Siehe auch unter Störab­stand)
HD-Radio: Amerikanisches, digitales Radiosystem, früher IBOC, in der Testphase
Hub: Abweichung der effektiven Frequenz in Abhängigkeit von der Modulation (Programm). Siehe auch Bandbreite
IBOC: Amerikanisches, digitales Radiosystem In Band On Channel, (heute HD-Radio genannt), z.Z. in der Testphase
 
IF, IF-Störungen: IF = Intermediate Frequency -> siehe ZF, Zwischenfrequenz ZF
ITU: International Telecommunication Union, internationales Gremium für die Festlegung von Rundfunk- und Telekommunikationsnormen
 
kHz: Kilo-Hertz, Frequenz in 1000 Schwingungen pro Sek., 1000 kHz = 1 MHz
Media Link: Mietleitungsangebot der Swisscom
MHz: Mega-Hertz, Frequenz in Mio. Schwingungen pro Sek., 1 MHz = 1000 kHz
NPAD: Nicht Programm begleitende Daten im DAB-System (Non Programm Associated Data), z.B. Börsenkurse, Datendienste für geschlossene Nutzkreise..., welche keinen Zusammenhang mit den Radioprogrammen haben.
PAD: Programm begleitende Daten im DAB-System (Programm Associated Data), z.B. Titelinformation des aktuell gesendeten Liedes...
Pegel: Begriff für Stärke des vom Sender empfangenen Signals (dBuV oder dBmV)
RDS: Radio Data System
Richtstrahlverbindung: Drahtlose Verbindung für Radioprogramm, je nach Ausführung nur einzelne Tonkanäle (Mono/Stereo L/R) oder z.B. auch mit RDS-Datenkanal
 
Spitzenhub: Maximal zulässiger Hub, für Privatradios: 75 kHz
Störabstand: Je nach Pegelunterschied des eigenen zum störenden Sender kann der Empfang beeinträchtigt oder gar unmöglich werden. Die ITU hat Werte festgelegt, deren minimale Einhaltung einen weitgehend störungsfreien Empfang ermöglichen (min. Pegel­unter­schied der beiden Sender, damit der eigene Sender nicht gestört wird. Werte je nach Frequenzunterschiede).
 
TMC: Traffic Message Channel. Über diesen Kanal werden die Verkehrsmeldungen in digitaler Form ausgestrahlt. Dadurch werden sie von TMC-fähigen Navigationssystemen verstanden. Diese Navigationssysteme errechnen dann Umweg-Routen und führen den Autofahrer am Stau vorbei. TMC wird heute von der SRG SSR idée suisse via RDS auf UKW ausgestrahlt. TMC ist auch bei den meisten digitalen Rundfunksystemen vorgesehen.
UKW-Band: Bereich von 87.5 bis 108 MHz im Frequenzband, welches dem öffentli­chen Rundfunk zugeteilt ist.
ZF, Zwischenfrequenz: Die heutigen Empfänger verarbeiten das jeweils empfangene UKW-Signal (87.5 MHz bis 108 MHz) immer auf der Stufe der internen Frequenz von 10.7 MHz. Ein Filter (genannt ZF-Filter) im Empfänger welches immer auf dieser Frequenz arbeitet, ist für die Trennschärfe verantwortlich. Bei älteren oder billigeren Empfänger ist das ZF-Filter meistens breiter, dadurch reagiert der Empfänger stärker auf Signale benachbarter Sender, was zu hörbaren Störungen führt. Die UKW-Empfänger im Versorgungsgebiet können gestört werden, wenn die Differenz zweier relativ starker Sender 10.7 MHz (± 0.2 MHz) beträgt.