Radio von A-Z
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Ballempfang: |
Programmzuführung zum Sender via Empfang von einem anderem Sender (Relais, Umsetzer) (Vorteile: verursacht im Gegensatz zu Mietleitungen praktisch keine Kosten für die Anspeisung des Senders. Nachteile: Möglichkeit wegen Störsituation nicht immer vorhanden. Wird von der Frequenzplanung nicht umfassend berücksichtigt, resp. garantiert) |
| Bandbreite: |
Die Bandbreite beträgt üblicherweise ± 75 kHz. Das heisst ein UKW-Sender
der auf 100 MHz sendet, belegt eine Bandbreite von 99.925 bis 100.075 MHz. Wichtig: Die Bandbreiten der um 0.1 MHz benachbarten Sender überlappen sich und führen somit bei relevanten Empfangspegeln zu Störungen. |
| DAB: |
Digital Audio Broadcast, digitale Radionorm für Europa, Afrika, Asien,
Kanada |
| DAB+: |
Auch DAB+ oder DABplus genannt: DAB System, jedoch mit der Ergänzung, dass das
Audio auch mit MP4 (aacPlus) codiert sein kann. Es ist ein gemischter
MP2/MP4 Betrieb oder ein reiner MP4 Betrieb möglich. Im DAB+ ist zudem
MPEG Surround (5.1) ebenfalls vorbereitet. |
| DMB |
Digital Multimedia Broadcasting. Ein auf dem DAB-System basierendes
Mutlimediasystem für Radio, TV und Video. Regelbetrieb u.a. in Südkorea |
| DRM: |
Digital Radio Mondiale (digitalisierte Mittel-, Kurz- und Langwelle). Die
bestehenden Sender können ergänzt und weiterverwendet werden. Für den
Empfang von DRM werden Empänger mit DRM-Chip benötigt. |
| DVB: |
Digital Video Broadcast in den Versionen DVB-T
(terrestrisch), DVB-S, (satellite), DVB-C (cable) und DVB-H (handheld).
DVB-H eignet sich auch als digitale Radio Übertragungs-Plattform |
| Frequenzabstand: | Differenz der Frequenz des eigenen zum störenden Sender. (Siehe auch unter Störabstand) |
| HD-Radio: | Amerikanisches, digitales Radiosystem, früher IBOC, in der Testphase |
| Hub: | Abweichung der effektiven Frequenz in Abhängigkeit von der Modulation (Programm). Siehe auch Bandbreite |
| IBOC: |
Amerikanisches, digitales Radiosystem In Band On
Channel, (heute HD-Radio genannt), z.Z. in der Testphase |
| IF, IF-Störungen: | IF = Intermediate Frequency -> siehe ZF, Zwischenfrequenz ZF |
| ITU: |
International Telecommunication Union, internationales Gremium für die
Festlegung von Rundfunk- und Telekommunikationsnormen |
| kHz: | Kilo-Hertz, Frequenz in 1000 Schwingungen pro Sek., 1000 kHz = 1 MHz |
| Media Link: | Mietleitungsangebot der Swisscom |
| MHz: | Mega-Hertz, Frequenz in Mio. Schwingungen pro Sek., 1 MHz = 1000 kHz |
| NPAD: |
Nicht Programm begleitende Daten im DAB-System (Non Programm Associated Data), z.B. Börsenkurse, Datendienste für geschlossene Nutzkreise..., welche keinen Zusammenhang mit den Radioprogrammen haben. |
| PAD: | Programm begleitende Daten im DAB-System (Programm Associated Data), z.B. Titelinformation des aktuell gesendeten Liedes... |
| Pegel: | Begriff für Stärke des vom Sender empfangenen Signals (dBuV oder dBmV) |
| RDS: | Radio Data System |
| Richtstrahlverbindung: |
Drahtlose Verbindung für Radioprogramm, je nach Ausführung nur einzelne
Tonkanäle (Mono/Stereo L/R) oder z.B. auch mit RDS-Datenkanal |
| Spitzenhub: | Maximal zulässiger Hub, für Privatradios: 75 kHz |
| Störabstand: |
Je nach Pegelunterschied des eigenen zum störenden Sender kann der Empfang
beeinträchtigt oder gar unmöglich werden. Die ITU hat Werte festgelegt,
deren minimale Einhaltung einen weitgehend störungsfreien Empfang
ermöglichen (min. Pegelunterschied der beiden Sender, damit der eigene
Sender nicht gestört wird. Werte je nach Frequenzunterschiede). |
| TMC: |
Traffic Message Channel. Über diesen Kanal werden die Verkehrsmeldungen
in digitaler Form ausgestrahlt. Dadurch werden sie von TMC-fähigen
Navigationssystemen verstanden. Diese Navigationssysteme errechnen dann
Umweg-Routen und führen den Autofahrer am Stau vorbei. TMC wird heute von
der SRG SSR idée suisse via RDS auf UKW ausgestrahlt. TMC ist auch bei
den meisten digitalen Rundfunksystemen vorgesehen. |
| UKW-Band: | Bereich von 87.5 bis 108 MHz im Frequenzband, welches dem öffentlichen Rundfunk zugeteilt ist. |
| ZF, Zwischenfrequenz: |
Die heutigen Empfänger verarbeiten das jeweils empfangene UKW-Signal (87.5
MHz bis 108 MHz) immer auf der Stufe der internen Frequenz von 10.7 MHz.
Ein Filter (genannt ZF-Filter) im Empfänger welches immer auf dieser
Frequenz arbeitet, ist für die Trennschärfe verantwortlich. Bei älteren
oder billigeren Empfänger ist das ZF-Filter meistens breiter, dadurch
reagiert der Empfänger stärker auf Signale benachbarter Sender, was zu
hörbaren Störungen führt. Die UKW-Empfänger im Versorgungsgebiet können
gestört werden, wenn die Differenz zweier relativ starker Sender 10.7 MHz
(± 0.2 MHz) beträgt. |




